R6 Felgen - Part I

Dann habe ich mich wieder mal den Rädern gewidment - die müssen endlich rein. Also das ganze mal in der "neuen" YPSE-Schwinge zusammen gesteckt - und wie vor mehr als einem Jahr berechnet...dat passt ned. Der Bremssattel müsste 23mm versetzt werden. Somit Plan B in angriff genommen.
Wenn der Bremsanker zu weit aussen ist, dann gehen wir mit ihm einfach näher ans Rad- sprich originale R6 Distanzhülse wieder rein, mit dem Anker ab auf die Fräse und an der Achsenaufnahme 6.5mm abgefräst
und wenn wir den schon auf der Fräse haben, können wir den Anker ja gerade richtig bearbeiten resp. erleichtern. Original vs erleichtert resp. 361g vs 209g...und an der Achsaufnahme ist noch Potential... Ob es sinnvoll war, den kleinen Mittelsteg abzufräsensei mal dahingestellt... :panik:
Ok, jetzt pass der Bremssattel wieder zur Scheibe....Bremsscheibe muss schlussendlich wieder eine 245mm Schreibe rein - sonst krieg ich das nicht durch die MFK.
...sieht optisch gefällig aus - wenn auch etwas allzu filigran - zu diesem Thema später mehr
aber....die Entlüftungsventile schleifen/streifen an der Radnabe. Ich müsste den Bremssattel in einem minimal anderen Winkel montieren um genügen Freiheit zur Nabe zu haben - aber der Bremssattelhalter bietet hier zu wenig Material um ein Langloch fräsen zu können - hier würde gerade mal noch 2-0.5mm übergi bleiben. Man, man,...so ein überdimensioniertes fettes Teil und dort wo ich wirklich Material benötige ist zu wenig dran
Zuerst mal überlegt, wie ich den Sattel leicht abkippen kann - Ok - Langlochfräsen könnte man ausprobieren...aber ich hab gerade keinen 10mm Fräser zu Hand. Also, wie könnte man das Loch für die Schrauben dennoch weiter nach "vorne" kriegen. Hmm...klar aufbohren wär ne Möglichkeit. Aber wie krieg ich das Loch 4mm vorschoben ohne dass der Bohrer verläuft ? Na klar, mit der Fräse. Und wie verschliessen wir das Loch wieder ? Natürlich - mit einer eingepresseten Buchse...also ran an die Buletten und Loch auf 16mm aufgefräst. Uiuiui, da bleibt nicht mehr viel Restmatieral übrig
Ein Stück Alu ins Dreibackenftter gespannt, 10mm Loch für die Schraube gebohrt und dann einen 2mm exzenter gedreht und eingepresst
Und das selbe für die andere Seite. Ich könnte jetzt sagen, dass ich beide Seiten absichtlich mit Zapfen versehen habe um den maximalen Spielraum zu erwirken....in Tat und Wahrheit habe ich einfach zuerst die falsche Halterung ausgebohrt :panik: Ob ich bei Alu bleibe oder 2 Stahl oder Messingbuchsen einsetze weiss ich noch nicht. Soweit ich weiss ist eine Alu-Stahl-Verbindung elektrolytisch gesehen nicht das beste. Vermutlich wirds eine Messing oder Bronze Buchse. Muss mich da aber zuerst nochmals schlau machen.Aber das ganze ist vorerst nur ein Prototyp.
Dann musste die linke Distanzhülse nochmals neu gedreht werden - die hatte ein bischen viel Spiel in der Plastik/Staubabdeckung. Jetzt war ich das erste mal froh, dass ich wirklich eine kompett ausgrüstete Drehbank habe. 60mm Rundmaterial kann ich nähmlich nicht verfünftig spannen - selbst in meinem 200mm Futter nicht da der Durchlass nur 50mm beträgt. Also mal die Lunette aufgespannt...
Ne gute Stunde später konnte das ganze Zusammengebaut werden. Ok, da hatte sich nochmal etwas verschoben und der Bremssattel streifte leicht an der Scheibe weil die nicht mehr in der Mitte des Bremssattels läuft. Hmm...soll ich diese kleinen Stege im Bremssattel auch noch ausfräsen, oder die Bremsscheibe 2mm unterlegen oder die Raddistanzhülse 2mm abdrehen oder den Sattelhalter nochmals 2mm abfräsen ? Ne...get ja einfacher mit 2 Unterlagsscheiben zwischen Sattel und Anker. Also noch 2 Unterlagsscheiben zwischen Bremssattel und Sattelhalter gesetzt....und siehe da, nix streift mehr :D


Ich hab mal versuch, die Kräfte einzuzeichnen Die "rote" Hauptkraft entsteht durch das zupacken der Bremsbeläge an der Scheibe und wirkt tangential zur Bremsscheibe. Diese kann über die  maximalen Verzögerung (also bis der Reifen resp. das Rad blockiert) sowie dem Scheibendurchmesser berechnet werden (wenn ich denn gerade die Formel finden würde - meine letzte Phsykstunde ist auch schon mehr als 20 Jahre her).

Die Hauptkraft wird von der Momentabstüzung (dem gelochten 4-Kantrohr) aufgenommen) ergo ensteht dort die blaue Kraft welche gleich gross ist, wie die rote. Als "resultierende" Kraft wird die grüne Kraft entstehen. die scheint mir von der Richtung so ausgelegt zu sein, dass sie (mehr oder weniger parallel) auf den Sattelhalter drückt und diesen vorwiegend auf Druck belastet.

Somit glaube ich nicht, dass die filigranität des Halters den Schwackpunkt darstellt. Ich denke eher, dass die obere Sattelaufnahme (oranger Kreis) der Schachpunkt der ganzen Konstruktion ist - ich lass mich aber gerne belehren falls das geschriebene Bullshit ist..

Ach ja, wer das ganze für eine abenteurliche Konstruktion hält....der trifft genau ins Schwarze. Ich brauch die Hinterradremse zwar nie. Höchstens um mal ein einem steilen Stück anzfahren... aber ob die das noch aushält ? Wie erwähnt, das ganze ist nur ein Prototyp. Auf der Renne würde ich das Teil sofort einsetzten aber auf der Landstrasse?

Auch die eingepressten Buchsen erwecken nicht all zu viel Vertrauen in mir - das Restmateiral ist einfach viel zu dünn - ich wollte nur mal sehen, wo die Löcher hinmüssten damit da nichts mehr streift - in diesem Sinne ist das ganze als Prototyp zu betrachten. Eigentlich würde ich da gerne mal ein paar Vollbremsungen für Testzwecke machen - hab aber zu viel Angst um meine Schwinge. Also muss eine Lösung her welche nicht vorwiegend aus Löchern und Zahnstochern besteht...


Also hab mich nochmals hinter den Bremssattelhalter gemacht. Zuerst nach einer minimalinvasiven Lösung gesucht...Die obere Halteschraube diesesmal nur mit 13mm statt 16mm aufgebohrt. Erneut eine Excenterbuchse gedreht...
und (teilweise) eingepresst...yup - das sieht schon viel vertrauenswürdiger aus.
...passt alles, sieht stabil aus und die kleine Modifikation an der Aufnahme sieht kein Experte bei der technischen Abnahme... :huepf:
Damit das Rad schön in der mitte der Schwinge sitzt, musste die linke Hülse nochmals 1.7mm abgedreht sowie eine neue Endhülse für die rechte Seite gedreht werden welche den abgefrästen Bremssattelhalter sowie die kleinere Nabenbreite der R6 Felge kompensiert. Die neue Hülse hat mit 45g zwar noch ein bischen Sparpontential  - sieht optisch aber sehr gefällig aus ;) Die Schwinge sitzt jetzt mehr oder weniger in der Mitte der Schwinge (je nach Kettenradträger, Rückdämpfer und Felgendkombination) hab ich max 0.5mm Spurversatzt. Das sollte ausreichend genau sein.
Der Sattel resp. die Bremsscheibe sitzt jetzt zwar nicht mehr genau in der Mitte des Sattels - aber "besser" krieg ich das mit der minimalinvasiven Lösung nicht hin. Der Luftspalt zwischen Felge und Sattel beträgt (verm.) unter einem 1mm. (mentale notiz: endlich mal eine Fühler/Blattlehre kaufen)

Irgendwann hatte ich die Idee, die Felge endlich mal auszumessen - Die hatte ja einen kleinen Defekt und einen leichten Schlag und ich hatte die nur aus langeweile mal poliert. Also Messuhr aufespannt. Resultat: Linke Seite 4/10 mm Höhenwobble, 3/10 Seitenschlag Rechte Seite: 2/10mm Höhenwobble und 2/10 Seitenschlag -> das liegt alles voll im Rahmen der Toleranzen. Interessant auch, dass die Seite welche eine Beschädigung durch den Auspuff aufwies, den kleineren Schlag hat :ueberlegen: Anyway, jetzt freu ich mich natürlich über den Mega-Schnapper (Kompl. Satz inkl. Bremsscheiben - die muss ich allerings noch ausmessen) für 130 Steine inkl. Versand :teufel:

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